Freiwillige Feuerwehr Bad Reichenhall

Florianifest am 07.11.2009

von Frau Maria Horn, Reichenhaller Tagblatt

Feuerwehr arbeitet nach ethischem Grundsatz: Vor Gott sind alle gleich – Reichenaller Kameraden feiern Florianifest und halten Rückschau

Bad Reichenhall (mh) - Das traditionelle Florianifest der Reichenhaller Feuerwehrkameraden setzt sich aus mehreren wesentlichen Bestandteilen zusammen: dem Gedenkgottesdienst an die verstorbenen Kameraden, der Rückschau auf Aktivitäten in Verein und in den Gruppen sowie Ehrungen verdienter Feuerwehrleute. Im Rahmen des Festes wurde einmal mehr, welch wesentlicher Beitrag zur Sicherheit der Bevölkerung geleistet wird. Dazu stellte Pfarrer Eugen Strasser-Lagenfeld im Zuge der Predigt heraus, dass die Feuerwehr nach ethischen Grundsätzen handelt „Hier wird nicht nach Herkunft und Vermögen gefragt. Es wird jedem geholfen und handelt nach dem ethischen Grundsatz gehandelt ‚Vor Gott sind alle gleich’“.

Dass sich in der Reichenhaller Wehr einiges tut, um diesem Grundsatz auch künftig gerecht zu werden und sich ständigen Veränderungen anzupassen, das zeigte sich bereits vor dem Gottesdienst in der Niklauskirche. In Reichenhall ist in den vergangenen Jahren ein neues Fahrzeugkonzept eingeläutet worden (gesonderter Beitrag). Am Kirchplatz segnete Pfarrer Strasser deshalb die erst vor kurzem in den Dienst gestellten Fahrzeuge. Die Segensfeier wurde wie Gedenkmesse und der anschließende Fackelzug von der Musikkapelle Marzoll gestaltet. Unter klingendem Spiel zog die zog die Festgesellschaft durch die Stadt zum „Alten Feuerhaus“. Dort hieß Vorstand Martin Altendorfer Ehrengäste und Kameraden willkommen. Er stellte dazu heraus, dass das gut funktionierende Feuerwehrwesen in Reichenhall auch mit ein Verdienst der Ehefrauen der Kameraden ist, die großes Verständnis für das Ehrenamt ihrer Männer aufbringen. Altendorfer ließ in einer kurzen Präsentation das Vereinsjahr Revue passieren. Eine wesentliche Veränderung hatte es in der Führung gegeben, denn Altendorfers Vorgänger Hans Ertl hatte nach neunjähriger Tätigkeit seinen Posten zur Verfügung gestellt. Viel Augenmerk wird auf die Jugendarbeit gelegt, Ausflüge und ein Aktionstag im Rahmen des Ferienprogramms haben dies erneut bewiesen. Was im Laufe des vergangenen Jahres alles von den einzelnen Einsatzgruppen geleistet wurde, das zeigte sich im Rückblick von Kommandant Andreas Gabriel. 220 Mal waren die Aktiven alarmiert worden. Insgesamt 3800 Einsatzkräfte leisteten 4350 freiwillige Stunden Dienst am Nächsten. Viel war heuer im Bereich Sicherheitswachen geleistet worden. Großveranstaltungen wie Thumsee-Triathlon, Thermenlauf, Open-Air am Thumsee hatten einen enormen personellen Aufwand gefordert, der im Gautrachtenfest gipfelte. 176 Mann leisteten an diesem Tag mehr als 700 Einsatzstunden. Für diese außergewöhnliche Leistung gab es besonderes Lob vonseiten des Kommandanten. Auch Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner würdigte später in seinem Grußwort diesen „Kraftakt“ und unterstrich die Leistungsstärke der Feuerwehr. Die aktuelle Mannschaftsstärke beträgt 149 Personen, davon neun Frauen. 21 Brandeinsätze, sieben eingeklemmte Personen und 47 technische Hilfeleistungen hatten die „Florianijünger“ galt es unter anderem zu bewältigen. Eine weitere Herausforderung erlebte die Feuerwehr am Blaulichttag am Stadtfest. Den ganzen Tag über war in Schauübungen das Feuerwehrwesen präsentiert worden, als am späten Nachmittag ein Unwetter über Marzoll nieder ging und zahlreiche voll gelaufene Keller sowie die Gefährdung des Schwimmbades durch Hochwasser gemeldet wurden. Hier kam zum ersten Mal das neue angeschaffte Wechsellader Fahrzeug zum Einsatz, das sich bei seiner „Feuertaufe“ gleich gut bewährt hat. Gabriel kam in seinem Bericht auf die gute breit gefächerte Ausbildung zu sprechen. Er erwähnte besonders die Tauchergruppe mit insgesamt 20 Mann und die Flughelfergruppe, die sich zu einer herausragenden Spezialtruppe entwickelt hat und mittlerweile bundesweite Beachtung findet. Der Dank des Kommandanten stand am Schluss einer interessanten Rückschau und lang war die Liste jener, die sich für ein funktionierendes Feuerwehrwesen in der Stadt einsetzen. 149 Personen, davon neun Frauen bilden derzeit die Mannschaft. Ergänzend dazu verfügt Reichenhall über eine starke Nachwuchstruppe mit 29 Jugendlichen, davon acht Mädchen. Somit sind in der Kurstadt 177 Männer und Frauen rund um die Uhr auf Abruf, um im Ernstfall für das Wohl der Bevölkerung zu sorgen.


Impression von der Segenszeremonie am Kirchplatz

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